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| 3. | Bevölkerung |
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 2,25 Millionen (2008), die Bevölkerungsdichte liegt bei 35 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die mittlere Wachstumsrate der Bevölkerung beträgt -0,6 Prozent. Die Letten stellen 58 Prozent der Bevölkerung. Vor der Annexion des Landes 1940 durch die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) gehörten rund drei Viertel der Bevölkerung dieser ethnischen Gruppe an. Größte Minderheit sind mit einem Anteil von 30 Prozent die Russen, die überwiegend in städtischen Siedlungen leben; weitere ethnische Gruppen sind u. a. Ukrainer, Weißrussen, Litauer, Juden und Polen. Die Amtssprache ist Lettisch, das mit dem Litauischen verwandt ist und zur baltischen Gruppe der indogermanischen Sprache gehört. Aufgrund der fünfzigjährigen Zugehörigkeit zur Sowjetunion sind viele Letten des Russischen mächtig. Die traditionelle Religion der Letten ist das Luthertum, zu dem sich etwa 55 Prozent der Einwohner des Landes bekennen. Ungefähr 24 Prozent sind Katholiken, 9 Prozent sind russisch-orthodox. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,7 Prozent (2005). Auf 319 Einwohner kommt ein Arzt (2006). Die Kindersterblichkeitsrate beträgt 2,6 Prozent.
Die Urbanisierungsrate ist hoch; 66 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2005). Allein in Riga (735 000 Einwohner) lebt fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Weitere große Städte sind Daugavpils (Dünaburg, 111 000) und Liepāja (Libau, 86 500). Zahlreiche Siedlungen und kleinere Städte liegen an den Flüssen und in den Küstenregionen des Landes. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 71,9 Jahren (2008). Die medizinische Versorgung ist in Lettland kostenlos; allerdings sind die Einrichtungen sehr ungleich über das Land verteilt. Das Bildungswesen ist sehr gut entwickelt; der Alphabetisierungsgrad beträgt 99,8 Prozent. Eine der bedeutendsten Hochschulen ist die 1919 gegründete Universität in Riga.