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| 2. | Land |
Mit einer Fläche von 91 647 Quadratkilometern nimmt Maine die 39. Stelle in der Rangfolge der größten Bundesstaaten ein und ist der größte Neuenglandstaat. Die größten Ausdehnungen betragen in Nord-Süd-Richtung 510 Kilometer und in Ost-West-Richtung 330 Kilometer. Die Höhenlage reicht von Meereshöhe an der Küste bis zu 1 605 Meter am Gipfel des Mount Katahdin, der sich im Zentrum des Staates befindet. Die Atlantikküste ist 367 Kilometer lang.
| 1. | Physische Geographie |
Maine gliedert sich in drei wichtige geographische Regionen: das Seaboard Lowland, das New England Upland und die White Mountains. Das Seaboard Lowland befindet sich an der Küste und besteht aus einer hügeligen Landschaft, die durch zahlreiche Buchten und Fjorde gekennzeichnet ist. Vorgelagert sind über 1 200 meist bewaldete Inseln. Mount Desert Island ist die größte Insel des Bundesstaates.
Der Großteil Maines gehört zum New England Upland, einer teilweise zerklüfteten Gebirgslandschaft.
Die höchsten Erhebungen Maines befinden sich in der Region der White Mountains, die sich bis nach New Hampshire und Vermont erstrecken. Zu diesem landschaftlich reizvollen Gebiet gehören verwitterungsbeständige Granitberge, wie der Mount Katahdin.
Maine ist zum großen Teil von glazialen Ablagerungen bedeckt. Die äußerst trockenen und unfruchtbaren Böden eignen sich zwar zur Pflanzung von Tannen und dem Anbau von Kartoffeln, für die der Staat berühmt ist, anderweitig sind sie aber kaum nutzbar. Teile des New England Upland und des Seabord Lowland sind von langen Rinnen und Kiesbetten durchzogen. Dabei handelt es sich um Flussbetten, die während der Eiszeit unter den Gletschern entstanden.
In Maine gibt es mehr als 5 100 Flüsse und Bäche. Die größten sind Saint John, Saint Croix und Penobscot. Es gibt mehr als 2 200 Seen.
| 2. | Klima |
Maine gliedert sich in drei klimatisch unterschiedliche Regionen: die Küste, das nördliche und das südliche Binnenland. Im Küstenbereich, der etwa 30 Kilometer weit ins Landesinnere reicht, ist das Klima relativ ausgeglichen. Die Wintertemperaturen sind hier wesentlich milder, die Sommertemperaturen kühler als im Binnenland.
Im nördlichen Binnenland, das etwa 60 Prozent der Gesamtfläche des Staates umfasst, herrscht Kontinentalklima vor. In weiten Gebieten liegt die Anbausaison bei unter 100 Tagen im Jahr; die Winter sind in der Regel hart und kühl.
Das südliche Binnenland ist der wärmste Teil Maines. In North Bridgton wurde im Jahr 1911 mit 40,6 °C die höchste Temperatur in ganz Maine gemessen.
Wie im übrigen Neuengland sind Wirbelstürme in Maine eher selten; mitunter wird der Staat aber von Orkanen heimgesucht, die von der Atlantikküste ins Landesinnere ziehen. Häufiger sind Küstenstürme, die so genannten Northeasters, die die Küste mit starkem Wind und Regen bzw. Schneefall heimsuchen.
| 3. | Flora und Fauna |
Maine ist zu etwa 90 Prozent bewaldet. Etwa zwei Drittel der Wälder bestehen aus Nadelbäumen (verschiedene Tannenarten und Fichten). Häufig vorkommende Laubbaumarten sind die Schwarzkirsche, die zur Möbelherstellung verwendet wird, und die weiße Esche, die als Nutzholz Verwendung findet.
Zu den in Maine lebenden großen Säugetieren gehören neben Hirschen auch Elche und Schwarzbären. Auch zahlreiche kleine Säugetiere, wie Biber, Bisamratte, Stinktier und Waschbär, sind hier zu Hause. In den Binnengewässern finden sich vor allem Forelle, Lachs, Barsch und Hecht. Maine ist bekannt für seine Meeresfrüchte und -fische. Dazu gehören Hummer, Muscheln, Krabben, Shrimps, Kabeljau und Flunder. Entlang der Küste leben Seerobben.
| 4. | Bodenschätze und Industrie |
Wie in den anderen Neuenglandstaaten hat der Abbau von Erzen in Maine nie eine größere Rolle gespielt. In begrenzten Mengen kommen Eisen, Mangan, Kupfer, Blei, Zink, Silber, Gold, Platin und Zinn vor. Zu den nichtmetallischen Rohstoffen des Staates zählen Asbest, Sand und Kies, Stein, Torf, Granit, Kalkstein, Quarz, Glimmer, Feldspat, Graphit und Edelsteine.
Über 95 Prozent des ausgedehnten Waldbestands in Maine befinden sich in Privatbesitz. Jährlich werden beträchtliche Mengen an Zellstoff und Nutzholz hergestellt. Etwa 65 Prozent des geschlagenen Holzes ist Weichholz. Die Fischerei ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Maine; das wertvollste Produkt ist dabei der Hummer.
Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts waren die wichtigsten Erzeugnisse Holz für Papierwaren und Sägewerke, Transportfahrzeuge, elektronische Geräte, Lederwaren, Textilien sowie Lebensmittelprodukte. Zudem spielt der Tourismus eine wichtige Rolle.