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Ernst Krenek

Ernst Krenek (1900-1991), österreichisch-amerikanischer Komponist.

Krenek wurde am 23. August 1900 in Wien geboren und studierte bei Franz Schreker, dem er 1920 nach Berlin folgte. Von 1925 bis 1927 war Krenek am Staatstheater Kassel beschäftigt, von 1928 bis 1937 lebte er wieder in Wien. 1938 emigrierte er in die USA. Als Lehrer war er am Vassar College in Poughkeepsie (Bundesstaat New York), (1939-1942) und an der Hamline University in Saint Paul (Minnesota) tätig (1942-1947). Nachdem er 1945 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, ließ er sich 1947 in Palm Springs (Kalifornien) nieder. Ernst Krenek starb am 22. Dezember 1991 in Palm Springs.

Nach einigen frühen, atonalen und experimentellen Werken, so z. B. die Oper Orpheus and Eurydice (1923; Libretto von Oskar Kokoschka), wandte er sich einem vom Jazz inspirierten Stil zu, von dem seine überaus erfolgreiche Oper Jonny spielt auf (1927) geprägt ist. Zu den wichtigsten Werken seines Schaffens, das von großer stilistischer Vielfalt geprägt ist, gehören u. a. die Opern Das Leben des Orest (1930) und Karl V. (1938), die 4. Sinfonie (1947) und das Oratorium Spiritus Intelligentiae (1957). Zu Kreneks Schriften zählen u. a. Über neue Musik (1937), die einflussreichen Studies in Counterpoint (1940; Zwölfton-Kontrapunktstudien, 1952), Johannes Ockeghem (1953) und Zur Sprache gebracht. Essays über Musik (1958). 1998 erschien Kreneks Autobiographie unter dem Titel Im Atem der Zeit. Erinnerungen an die Moderne auf deutsch.