Islamische Kunst und Architektur
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Islamische Kunst und Architektur
2. Kulturgeschichtliche Voraussetzungen

Schrift und Architektur waren für die Herausbildung der sakralen und weltlichen Künste des Islam entscheidend. Da die Offenbarungen des Propheten Mohammed im Koran niedergelegt sind, der das wichtigste literarische und poetische Erbe der arabischen Sprache und des islamischen Glaubens darstellt, hat die Verbreitung der Koransuren zu einer Vielfalt der Schriftstile und zu kalligraphischen (siehe Kalligraphie) und ornamentalen Besonderheiten geführt. Der Grundriss des Privat- und Gebetshauses Mohammeds in Medina wurde zum Grundmuster für alle Moscheen.

Die frühislamische Kunst nahm Einflüsse aus römischen, byzantinischen und frühchristlichen Stilen auf. Vor allem der Einfluss des Kunsthandwerks der Sassaniden war bedeutend. Zentralasiatische Stile wurden durch die Einfälle der Türken und Mongolen nach Mesopotamien gebracht, und auch chinesische Einflüsse hatten eine formbildende Wirkung besonders auf islamische Keramik, Teppichweberei und Miniaturmalerei.