Dänemark
Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken.
Dänemark
2. Land

Dänemark wird weitgehend von Tiefland eingenommen; das Land gehört zu den flachsten der Welt. Die durchschnittliche Höhe beträgt lediglich 30 Meter über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung ist mit 173 Metern der Yding Skovhøj im Osten der Halbinsel Jütland.

1. Physische Geographie

Der überwiegende Teil der Landschaft erhielt ihren heutigen Charakter während der letzten Eiszeit, als die Ränder der nordeuropäischen Inlandeismassen durch Dänemark verliefen. Heute markieren Endmoränen den Verlauf der damaligen Ausdehnung des Eises. Ein ausgeprägter Moränenzug verläuft vom Limfjord im Westen Jütlands Richtung Osten nach Viborg und weiter nach Süden entlang der Ostküste der Halbinsel. Diese Moräne stellt die Grenze zwischen den unterschiedlichen Landschaftstypen im Westen und Osten Dänemarks dar. Die flache Westseite Jütlands ist aus Sand und anderen Ablagerungen des Gletscherschmelzwassers aufgebaut. An der Küste treten verbreitet Dünen und Sandbänke auf.

Die Ostseite der Halbinsel liegt etwas höher. Ihre fruchtbaren Ebenen wechseln mit sanften Hügellandschaften ab. Zahlreiche Fjorde gliedern die Küstenlinie und reichen oft weit in das Landesinnere hinein. Der Limfjord ist Dänemarks nördlichster Fjord und zieht sich in Ost-West-Richtung vom Kattegat in Richtung Nordsee bis weit in das Innere Jütlands hinein; mit der Nordsee ist er über den Thyborøn-Kanal verbunden. Im Norden von Jütland ist eine ausgesprochene Ausgleichsküste entwickelt. Die Insel Bornholm ist überwiegend aus Gneis und Granit aufgebaut und gehört geologisch zum südlichen Schweden. Dänemarks größere Inseln sind aufgrund ihrer lehmigen Böden überaus fruchtbar. Auf einigen Inseln, wie etwa auf Seeland, sind Kreideablagerungen verbreitet, die stellenweise steile Kliffs bilden.

2. Klima

Dänemark hat ein gemäßigtes Seeklima mit kühlen Sommern und milden, regenreichen Wintern. Die mittleren Temperaturen liegen im Sommer bei 17 °C, im Winter um 1 °C. Die Windrichtung wechselt sehr schnell, so dass innerhalb eines Tages große Temperaturunterschiede auftreten können. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt etwa 610 Millimeter, davon fallen circa 10 Prozent als Schnee. Die westlichen Landesteile erhalten höhere Jahresniederschläge als die im Osten gelegenen Inseln.

3. Flora und Fauna

Durch die landwirtschaftliche Kultivierung des Landes gibt es in Dänemark kaum noch natürliche Vegetation, die ursprünglich weitgehend aus Buchenwald bestand. Heute sind 11,6 Prozent des Landes von Wald bedeckt (2005), dieser setzt sich vorwiegend aus importierten Nadelbaumarten sowie aus Buchen, Eichen und Eschen zusammen. In den Niederungen des westlichen Jütland sind vereinzelt Hochmoore erhalten geblieben. Daneben gibt es die für Mitteleuropa charakteristische Vegetation der Dünen und Heiden. Ungefähr 8,8 Prozent (2007) der Gesamtfläche von Dänemark stehen unter Naturschutz.

Die Fauna unterscheidet sich nur wenig von der Mitteleuropas. Große Huftiere des Landes sind Rehe sowie Rot-, Dam- und Sikahirsche. An den Küsten von Nord- und Ostsee leben Seehunde. Zu den landbewohnenden Raubtieren gehören Rotfuchs, Dachs und andere Marderarten sowie die eingewanderten bzw. eingebürgerten Arten Waschbär und Marderhund. In Dänemark wurden 196 Vogelarten nachgewiesen. Aufgrund der langen Küstenlinien ist die wasserbewohnende Vogelwelt mit Möwen, Enten, Gänsen, Watvögeln, Seetauchern und Seeschwalben besonders vielfältig. Die Grundlage der Fischerei bilden vor allem zahlreiche Meeresfische, zu denen Dorsche, Lachse, Heringe und Schollen gehören.