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| 4. | Hochbrisante Sprengstoffe |
Einige dieser Explosivstoffe, darunter TNT (Trinitrotoluol), sind gegen Stöße oder Reibung sehr unempfindlich und daher leicht und relativ sicher zu handhaben. Andere, wie das Nitroglycerin, sind so empfindlich, dass sie stets mit inerten (nicht wirksamen) Materialien gemischt werden müssen. Oft mischt man auch verschiedene Explosivstoffe, um ganz bestimmte Eigenschaften zu erzielen.
Während des 1. Weltkrieges war TNT der meistverwendete Sprengstoff. Vor dem und im 2. Weltkrieg wurden zahlreiche hochbrisante Sprengstoffe neu entwickelt, darunter Hexogen (Cyclonit) und Pentaerythrittetranitrat (Nitropenta).
Hexogen zählt neben TNT heute zu den wichtigsten Sprengstoffen und wird für Sprengzünder verwendet. Als Mischung mit TNT und Wachs wird es in Bomben eingesetzt (z. B. Trixogen). Eine ähnliche Mixtur, die auch Aluminium enthält (z. B. Torpex in konventionellen Torpedosprengköpfen), ist unter Wasser um rund 50 Prozent wirksamer als TNT. Zur Sprengung von Gebäuden dient oft eine Mischung aus Hexogen und einem explosiven Kunststoff als Weichmacher.
Pentaerythrittetranitrat, auch Nitropenta oder PETN genannt, ähnelt in seinen Eigenschaften dem Hexogen. PETN zählt zu den brisantesten Explosivstoffen und wird oft in Sprengkapseln oder Sprengschnüren eingesetzt.
Seit 1955 wurden zwei Arten hochbrisanter Sprengstoffe entwickelt, die das Dynamit inzwischen weitgehend verdrängt haben. Zu der einen Sorte zählt man die ANC-Sprengstoffe auf der Basis von Ammoniumnitrat. Sie enthalten u. a. Heizöl oder andere brennbare Stoffe. Die so genannten Gelsprengstoffe enthalten auch Wasser, so dass sie leicht formbar sind.