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Caligula

Caligula, eigentlich Gaius Julius Caesar Germanicus, (12-41 n. Chr.), römischer Kaiser (37-41), vermutlich in Antium (heute Anzio in Italien) als jüngster Sohn des römischen Feldherrn Germanicus und dessen Gemahlin Agrippina der Älteren und als Großneffe des Kaisers Tiberius geboren. Seinen Spitznamen Caligula (lateinisch: Soldatenstiefelchen) erhielt er als kleiner Junge von den Soldaten im Heerlager seines Vaters, den er auf seinen Feldzügen begleitete. 31 wurde Caligula, der sich inzwischen die Gunst des Tiberius erworben hatte, Quästor. Nach Tiberius’ Tod im Jahr 37 wurde Caligula auf Betreiben des Prätorianerpräfekten zum Kaiser ausgerufen und vom Senat bestätigt. Zu Beginn seiner Regierungszeit war er ein maßvoller Herrscher, wandelte sich dann aber, vermutlich auf Grund einer schweren Erkrankung, zum willkürlichen, gewalttätigen und verhassten Tyrannen. Er sah sich selbst als Gottkaiser, als Inkarnation des Jupiters, und beanspruchte einen eigenen Tempel für sich. In Alexandria und in Palästina kam es zu Aufständen der Juden, als Caligula sein Bild in ihren Synagogen aufstellen ließ. Ein Feldzug gegen die Germanen um 39 blieb ohne Erfolg, ebenso eine Expedition gegen Britannien, die an der Kanalküste endete. Im Jahr 41, nach mehreren fehlgeschlagenen Attentatsversuchen, wurde Caligula von den Prätorianern ermordet.