Ovid
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Ovid
2. Leben

Ovid wurde am 20. März des Jahres 43 v. Chr. in Sulmo (dem heutigen Sulmona) in der Nähe von Rom geboren. Aus einer wohlhabenden Adelsfamilie stammend, studierte er zunächst Rhetorik. Offenbar war er für eine Laufbahn als Beamter oder Anwalt vorgesehen: So jedenfalls schildert es seine poetische Lebensbeschreibung Tristia. Nach dem Tod des Vaters ging Ovid nach Athen, um seine Ausbildung abzuschließen, wandte sich aber bereits frühzeitig der Dichtkunst zu. Später reiste er mit seinem Freund, dem Dichter Aemilus Macer, durch Asien und Sizilien. Als wohlhabender Erbe führte er ein sorgenfreies, teils exzentrisches Leben. In Rom, wo er bis zu seinem 50. Lebensjahr blieb und einige öffentliche Ämter innehatte, stand er in der Gunst zahlreicher Mäzene, zu denen auch Kaiser Augustus gehörte. Nach dem Tod von Horaz wurde Ovid zum bekanntesten Autor Roms: Im Jahr 8 n. Chr. jedoch mußte er nach Tomis (dem heutigen Constanţa in Rumänien) ins Exil. Ovid selbst nannte als Grund die Veröffentlichung seiner Ars amatoria, eines Langgedichtes über die Liebe, das dem Kaiser moralisch verwerflich erschienen sei. Wahrscheinlicher ist aber, dass er in der Gunst des Augustus sank, da er von einem Skandal Kenntnis hatte, in den die Enkelin des Kaisers verwickelt war. Ovids Ersuche um Begnadigung blieben erfolglos: Etwa 17 n. Chr. starb er als Ehrenbürger der Stadt Tomis ebendort.