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Manila, Hauptstadt, größte Stadt und wichtigster Seehafen der Philippinen, auf der Insel Luzon. Die Stadt liegt an der Mündung des Pasig in die Manilabucht.
Sie ist das größte Industriezentrum des Landes: Neben Eisen- und Stahlgießereien haben sich Zuckerraffinerien, Nahrungsmittel verarbeitende Betriebe und Textilfabriken hier angesiedelt. Einige Beispiele spanischer Architektur sind noch in der Altstadt zu finden, obwohl große Teile während des 2. Weltkrieges zerstört wurden. Erhalten blieben Teile der Ringmauer (Baubeginn 1590) und die Klosterkirche San Agustín. In der Stadt befinden sich auch einige Barockkirchen; sie wurden gemeinsam mit den Barockkirchen der philippinischen Städte Santa Maria, Paoay und Miagao 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Manila hat mehrere höhere Bildungseinrichtungen, z. B. die Universität Manila (1913), die Philippinische Frauen-Universität (1919) und die Fernost-Universität (1928).
Die Stadt wurde als befestigte Kolonie von dem spanischen Eroberer Miguel López de Legaspi gegründet. 1601 eröffneten Jesuiten in der Stadt ein Seminar für Adelige – die erste Ausbildungsstätte des Landes. Von 1762 bis 1764, während des Siebenjährigen Krieges, stand Manila unter britischer Herrschaft. Im August 1898 wurde Manila im Spanisch-Amerikanischen Krieg von den Streitkräften der Vereinigten Staaten eingenommen. Von Januar 1942 bis Februar 1945 besetzten japanische Truppen die Stadt. Beim Versuch amerikanischer Truppen, Manila zurückzuerobern, wurde die Stadt schwer beschädigt. Der Wiederaufbau erfolgte jedoch sofort nach Kriegsende. 1946 wurde Manila Hauptstadt der Philippinen, 1948 löste die Nachbarstadt Quezon sie ab. Erst 1976 übernahm Manila die Hauptstadtfunktion wieder. Durch die im Januar 2000 begonnene Erweiterung des Flughafens wird die Bedeutung von Manila als eine der Drehscheiben des internationalen Flugverkehrs in Südostasien weiter zunehmen.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 1,67 Millionen.