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| 1. | Einleitung |
Schlangen, neben Echsen und Doppelschleichen eine der Unterordnungen Eigentlicher Schuppenkriechtiere in der Klasse Reptilien.
Der Schlangenkörper ist extrem lang gestreckt und meist zylindrisch, bei Seeschlangen und vielen baumbewohnenden Schlangen jedoch seitlich abgeflacht. Schlangen besitzen keine äußeren Gliedmaßen, wenngleich bei einigen noch winzige Überbleibsel der Hinterbeine vorhanden sind, deren Stummel bei Boas und Pythons an der Basis des Schwanzes sichtbar sind. Schlangen leben in sämtlichen wärmeren Regionen der Welt, außer auf einigen Inseln. In Europa kommen sie bis zum Polarkreis vor, doch die Artenzahl nimmt von den Tropen zu den Polen rapide ab.
Ungefähr 3 000 Arten sind weltweit bekannt. Man teilt sie (je nach Klassifikationssystem für die spezialisierten grabenden und baumbewohnenden Schlangen) in acht bis zehn Familien ein. Die Familie der Nattern ist die größte und umfasst die häufigsten Schlangen aller Kontinente mit Ausnahme Australiens, wo die Giftnattern sämtliche anderen zahlenmäßig übertreffen. Zur letzteren Familie gehören einige der gefährlichsten Schlangen der Welt, wie Mambas, Kobras und Korallenschlangen. Zwei weitere bedeutende Giftschlangenfamilien sind die Grubenottern, darunter die Klapperschlangen, der Buschmeister und die Gewöhnliche Lanzenotter sowie die Vipern mit den Ottern. Die größten Schlangen der Welt, Boas und Pythons, gehören zur Familie der Riesenschlangen. Einige Vertreter dieser Familie erreichen allenfalls eine Länge von 60 Zentimetern; die größten können jedoch über neun Meter lang werden.