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Moas, Gruppe von Laufvögeln, die mit rund einem Dutzend Arten bis in historische Zeit in Neuseeland lebten und im Verlauf des zweiten nachchristlichen Jahrtausends ausgerottet wurden.
Die kleinsten Moa-Arten hatten eine Körperhöhe von etwa einem Meter und wogen rund 20 Kilogramm. Dinornis maximus – die schwerste Vogelart, die jemals auf der Erde lebte – erreichte dagegen ein Höhe von rund zwei Metern und etwa 250 Kilogramm Gewicht. Man geht heute davon aus, dass die größten Moa-Arten ihren Kopf nur etwa auf der Höhe ihres Rückens trugen und deshalb nicht die Körperhöhe der Strauße erreichten. Im Gegensatz zu Straußen hatten Moas keine Flügelansätze, aber wuchtige und relativ kurze Beine. Moas lebten in kleinen Gruppen, sie ernährten sich pflanzlich. Ihr Riesenwuchs wurde durch das Fehlen von anderen großen Pflanzenfressern sowie von Raubtieren begünstigt.
Bevor die Maori vor rund 1 000 Jahren Neuseeland besiedelten, waren die Moa-Arten dort weit verbreitet. Als jedoch der britische Entdecker und Seefahrer James Cook die Inseln 1769 erstmals besuchte, waren die Moas wahrscheinlich bereits ausgestorben. Ursachen der Ausrottung waren intensive Bejagung und Brandrodung. Die Ausrottung wurde dadurch beschleunigt, dass Moas erst mit etwa zehn Jahren ausgewachsen waren und deshalb entsprechend spät die Fortpflanzungsreife erreichten (Nature, 2005). Knochen von Moas wurden in Sümpfen, Sand, Flussbetten und in trockenen Höhlen gefunden; neben Skeletten sind Federn und mumifizierte Weichteile erhalten.
Systematische Einordnung: Moas gehören zur Ordnung Struthioniformes.