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Bräuche |
Als der berühmteste „Hexentreffpunkt” im alten und mittelalterlichen Europa gilt der Brocken, der höchste Gipfel des Harz, den Goethe in seinem Faust beschreibt. Die zwei wichtigsten Sabbatfeste fanden in der Nacht vom 30. April (Walpurgisnacht) und in der Nacht vom 31. Oktober (Halloween) statt. Der „Hexensabbat” wurde auch in den Nächten vom 31. Juli (Lammas oder Schnitterfest) und vom 1. Februar (Lichtmess) und wahrscheinlich in anderen Nächten abgehalten. Die christliche Vorstellung eines Hexensabbats speist zum einen aus der Tatsache, dass während des gesamten Mittelalters vorchristliche Fruchtbarkeitsrituale wie Sonnwendfeiern abgehalten wurden, zum anderen aus dem institutionalisierten Antisemitismus der mittelalterlichen Kirche, der die Deutung des jüdischen Sabbats als geheime Ketzertreffen lancierte.
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