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Segler, nahezu weltweit verbreitete Vogelfamilie mit mehr als 90 extrem an das Flugleben angepassten Vogelarten.
Äußerlich ähneln Segler den Schwalben, sind jedoch nicht mit diesen verwandt. Sie haben einen kurzen Schnabel, den sie bei der Insektenjagd weit öffnen können, kleine, kurze Füße und lange, halbmondförmige Flügel. Als Nistplätze dienen Löcher oder Spalten von Felsen, Baumhöhlen oder Gebäuden. Segler bauen ihre Nester aus unterschiedlichen Materialien, die sie mit einem zementähnlichen Sekret ihrer Speicheldrüsen verkleben. Die Nester der südostasiatischen Salanganen bestehen nur aus Speichelsekret und sind sogar essbar. Die meisten Seglerarten leben in den Tropen.
Die mitteleuropäischen Arten sind wegen der starken Nahrungsspezialisierung alle Zugvögel. Das Brutgebiet des 17 Zentimeter großen Mauerseglers reicht bis in den Norden Skandinaviens. Er trifft Ende April im Brutgebiet ein und zieht bereits Anfang August wieder ab. Mauersegler jagen vor allem abends nach Insekten, meist in größeren Trupps. In Städten bauen sie ihre Nester oft an Gebäuden. Bevor junge Mauersegler zu ihrem ersten Flug starten, müssen sie einige Zeit fasten, um die für Schlechtwetterperioden angefressenen Fettvorräte teilweise wieder abzubauen; anderenfalls wären sie zum Fliegen zu schwer. Hungerperioden überdauern junge Mauersegler, indem sie ihre Körpertemperatur absenken und lethargisch werden.
Mauersegler können im Flug sogar schlafen. Wie schwedische Forscher 2002 im Journal of Experimental Biology berichteten, flogen mit Radargeräten beobachtete Mauersegler nachts bei schwachem Wind im Kreis, bei stärkerem Wind dagegen schräg zur Windrichtung; im letzteren Fall wechselten sie in rhythmischen Perioden die Richtung und blieben so über ihrem Revier. Die ornithologische Forschungsstelle der Max-Planck-Gesellschaft in Radolfzell teilte 2000 mit, Mauersegler überwinterten offenbar wegen der globalen Erwärmung zunehmend im Mittelmeerraum statt im tropischen Afrika. Die Bestände dieser Art scheinen sich allmählich zu erholen. Naturschutzbund und bayerischer Landesverband für Vogelschutz wählten den Mauersegler zum Vogel des Jahres 2003, um darauf hinzuweisen, dass Mauerseglern aufgrund der modernen Bauweise häufig Nischen an Gebäuden fehlen.
Mit 22 Zentimeter Länge ist der nach der Roten Liste gefährdete Alpensegler die größte eurasische Art. Er brütet im südlichen Mittelmeerraum. Vom Mauersegler unterscheidet er sich durch das eher bräunliche Gefieder sowie das braune Brustband über der weißen Unterseite.
Systematische Einordnung: Segler bilden die Familie Apodidae der Ordnung Apodiformes. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Mauerseglers lautet Apus apus und die des Alpenseglers Apus melba. Salanganen bilden die Gattung Collocalia.