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Rio Grande, (mexikanisch Río Bravo), Fluss im Südwesten der Vereinigten Staaten (USA), der auf dem größten Teil seines Mittel- und Unterlaufes (auf 2 092 Kilometer Länge) die gemeinsame Grenze zwischen dem US-Bundesstaat Texas und Mexiko bildet.
Der Fluss entspringt in den San Juan Mountains im Südwesten des US-Bundesstaates Colorado, fließt anschließend in südlicher Richtung durch New Mexico und strömt ab El Paso (Texas) nach Südosten. Von dort ab bis zu seiner Mündung in den Golf von Mexiko bei Brownsville (Texas) stellt er den texanisch-mexikanischen Grenzfluss dar. Wichtigster Nebenfluss des Rio Grande ist der von Nordwesten einmündende Pecos.
Der Rio Grande ist mit einer Länge von rund 3 100 Kilometern einer der längsten Flüsse Nordamerikas, jedoch zu flach für die kommerzielle Schifffahrt. Schon vor der Besiedlung durch die Europäer wurde der Fluss von den Indianern für Bewässerungszwecke genutzt. Heute existieren im Elephant-Butte- und Caballo-Reservoir (beide in New Mexico) sowie im Amistad-Reservoir (in Texas bzw. Mexiko) größere Stauseen, die der Bewässerung dienen und den Anbau von Baumwolle, Zitrusfrüchten und Gemüse ermöglichen. Im Gebiet der Big Bend genannten großen Schleife des Rio Grande im Westen von Texas, einem steil eingeschnittenen Durchbruch durch die Sierra Madre, befindet sich der amerikanische Big Bend Nationalpark.
Eine mehrere Jahre andauernde Trockenheit sowie ein mangelhaftes Management bei der Wasserverteilung führten ab Mitte der neunziger Jahre zum Verlust von etwa einem Drittel der gesamten Anbaufläche im Einzugsgebiet. Diese Phase gipfelte im Frühling 2002 darin, dass der Fluss bereits vor seiner Mündung in den Golf von Mexiko versickerte.