Molybdän
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Molybdän
2. Vorkommen und Eigenschaften

Molybdän kommt in Form von sieben natürlichen Isotopen vor, von denen Molybdän 98 am häufigsten ist. Neben diesen gibt es auch künstliche Isotope. Unter den Elementen der Erdkruste steht das Schwermetall an 54. Stelle. Molybdän kommt in der Natur nur in gebundener Form vor, vor allem als Sulfid und Oxid. Beispiele für Molybdänerze sind Molybdänit oder Molybdänglanz (MoS2), Gelbbleierz oder Wulfenit (PbMoO4) sowie das wolframhaltige und seltene Powellit (Ca(Mo,W)O4). Darüber hinaus ist Molybdän ein essentielles Spurenelement für den Menschen sowie für Pflanzen und Tiere. So ist es z. B. Bestandteil der Enzyme Nitrogenase und Nitroreduktase, die eine wichtige Rolle im Stickstoffkreislauf spielen.

Molybdänmetall besitzt eine silbrig weiße Farbe und zeichnet sich durch große mechanische Festigkeit aus. Es schmilzt bei 2 620 °C, siedet bei 4 825 °C, besitzt eine Dichte von 10,2 Gramm pro Kubikzentimeter und hat die Atommasse 95,94 u. Bei Raumtemperatur wird das Metall kaum von Luft angegriffen. Beim Erhitzen wird die Metalloberfläche von einer Oxidschicht überzogen (siehe Passivierung); oberhalb von 600 °C entsteht Molybdäntrioxid. Das Schwermetall löst sich in verdünnter Salpetersäure sowie in Königswasser und wird auch von Halogenen (z. B. Chlor) angegriffen.