Wilhelm der Eroberer
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Wilhelm der Eroberer
2. Die Eroberung Englands

Um 1064 erlitt der mächtige englische Adlige Harold, Earl of Wessex, vor der normannischen Küste Schiffbruch und wurde von Wilhelm gefangen genommen. Als Gegenleistung für seine Freilassung schwor Harold, Wilhelms Ansprüche auf den englischen Thron zu unterstützen. Nach Eduards Tod wählte der Witenagemot (königlicher Rat) jedoch Harold zum König. Um seinen Anspruch auf den Thron zu untermauern, holte sich Wilhelm die Zustimmung Papst Alexanders II. für eine normannische Invasion in England. Der Herzog und seine Truppen landeten am 28. September 1066 in Pevensey. Am 14. Oktober besiegten die Normannen die englischen Truppen in der berühmten Schlacht von Hastings, in der Harold den Tod fand. William zog nach London und ließ sich am Weihnachtstag in der Westminster Abbey zum König von England krönen.

Die Engländer unterwarfen sich dem fremden Herrscher jedoch nicht kampflos. Wilhelm begegnete dem Widerstand, der im Norden und Westen des Landes besonders stark war, mit harten Gegenmaßnahmen. Er ließ weite Teile des Landes verwüsten, vor allem in Yorkshire, wo dänische Truppen auf der Seite der Aufständischen eingegriffen hatten. Bis 1070 war die normannische Eroberung Englands abgeschlossen.

1072 fiel Wilhelm in Schottland ein und zwang den schottischen König Malcolm III. MacDuncan, ihm den Lehenseid zu leisten. In den folgenden Jahren schlug Wilhelm mehrere Erhebungen seiner normannischen Untertanen nieder, so z. B. 1075 die von Ralph de Guader, dem 1. Earl of Norfolk, und Roger Fitzwilliam, dem Earl von Hereford, sowie mehrere Aufstände seines ältesten Sohnes, dem späteren Herzog Robert II., in der Normandie.