Wilhelm der Eroberer
Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken.
Wilhelm der Eroberer
3. Errungenschaften

Eine der bedeutendsten Neuerungen unter Wilhelm war die Umgestaltung des Lehens- und des Verwaltungssystems in England. Wilhelm löste die großen Grafschaften auf, die unter seinen angelsächsischen Vorgängern weitgehende Unabhängigkeit genossen hatten, und teilte den konfiszierten englischen Grundbesitz unter seinen normannischen Gefolgsleuten auf. Er übertrug das französische Lehenssystem auf England, und 1086 leisteten ihm alle Gefolgsleute im so genannten „Eid von Salisbury” den Treueid. Damit war ein straffes Lehensverhältnis geschaffen, in dem Lehensbindung an den König grundsätzlich Vorrang hatte vor den Bindungen an andere Lehensherren. Als weitere bedeutende Leistung des neuen Verwaltungs- und Herrschaftssystems Wilhelms gilt das Domesday Book, das er 1086 zur Erfassung des gesamten Grundbesitzes in England anlegen ließ.

Am 9. September 1087, während eines Feldzuges gegen Philipp I. von Frankreich, starb Wilhelm in Rouen; er wurde in der von ihm gestifteten Abtei Saint Stephan bei Caen bestattet. Wilhelms Nachfolge wurde sein jüngerer Sohn Wilhelm II.