Islam
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Islam
1. Einleitung

Islam, von Mohammed im 7. Jahrhundert gestiftete Weltreligion. Nach dem Christentum ist sie die zweitgrößte und gegenwärtig am stärksten expandierende Religion der Welt, deren Anhänger auf mehr als eine Milliarde Menschen geschätzt werden. Die überwiegende Mehrheit (ca. 700 Millionen) lebt in Asien und Afrika (ca. 270 Millionen); in Europa gibt es etwa 35 Millionen, in Amerika um die fünf Millionen Muslime. Die größte islamische Nation der Welt ist mit circa 140 Millionen Muslimen Indonesien, das aber kein islamischer Staat ist. Staatsreligion ist der Islam in etwa 40 Ländern in Asien und Afrika. In Deutschland beträgt die Zahl der Muslime circa 2,5 Millionen, das sind etwa 3 Prozent der Bevölkerung.

Die Selbstbezeichnung Islam bedeutet die völlige Hingabe an den Willen Gottes; derjenige, der diese Hingabe zeigt, ist der Muslim (oder Moslem). Die geläufige Fremdbezeichnung Mohammedaner nach dem Namen des Gründers der Religion lehnen die Muslime selbst ab, da sie nach ihrer Auffassung eine unrichtige Parallele zur Selbstbezeichnung der Christen (und auch der Buddhisten) darstellt.