Vitamine
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Vitamine
2. Vitamin A

Vitamin A ist ein hellgelber primärer Alkohol und wird aus Carotin gewonnen. Es spielt eine Rolle bei der Bildung und Gesunderhaltung von Haut, Schleimhäuten, Knochen und Zähnen. Zudem ist es für das Sehvermögen von Bedeutung. Frühsymptom eines Mangels ist Nachtblindheit (fehlende Dunkeladaptation). Weitere Mangelsymptome sind übermäßig trockene Haut, unzureichende Schleimhautsekretion, wodurch das Eindringen von Krankheitskeimen begünstigt wird, und trockene Augen aufgrund einer Funktionsstörung der Tränendrüsen – Hauptursache für Erblindung bei Kindern in Entwicklungsländern.

Der Körper erhält Vitamin A auf zweierlei Weise. Zum einen wird es aus Carotin hergestellt, einem Provitamin, das in Gemüsesorten wie Karotten, Broccoli, Kürbis, Spinat, Grünkohl und Süßkartoffeln vorkommt. Zum anderen wird es direkt durch Nahrungsmittel tierischen Ursprungs zugeführt, z. B. Milch, Butter, Käse, Eigelb, Leber und Lebertran. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A erreicht man eher durch eine ausgeglichene Ernährung als durch zusätzliche Vitamingaben. Übermäßige Einnahme von Vitamin A kann Wachstumsstörungen, Ausbleiben der Menstruation, Schädigung der roten Blutkörperchen, Hautausschläge, Kopfschmerzen, Übelkeit und Gelbsucht zur Folge haben. Carotin kann vom Körper besser aus gekochten Lebensmitteln aufgenommen werden, weil die Zellwände der Pflanzen durch Kochen aufgespalten werden. Andere Vitamine, etwa Vitamin C oder Folsäure, werden dagegen durch Kochen zerstört oder ausgewaschen.