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Uluru

Uluru, Nationalpark im australischen Bundesstaat Northern Territory.

Das Gebiet umfasst eine Fläche von 1 260 Quadratkilometern und liegt im äußerst trockenen Landesinneren des Kontinents, südwestlich des Ortes Alice Springs. Der Park wurde ursprünglich im Jahr 1958 unter dem Namen Nationalpark Ayers Rock – Mount Olga eingerichtet; 1977 benannte man ihn in Uluru Nationalpark um. 1985 wurde das Land offiziell an seine ursprünglichen Besitzer zurückgegeben, die Aborigines vom Clan der Pitjantjatjara. Die Aborigines verpachteten anschließend das Gebiet an das Australische Amt für Nationalparks und Naturschutz (Australian National Parks and Wildlife Service). 1987 wurde der Park in die Welterbeliste (World Heritage List) der UNESCO aufgenommen.

Im Park gibt es zwei bedeutende geologische Naturdenkmäler: der berühmte monolithische Uluru (früher Ayers Rock genannt), einer der größten Inselberge der Welt, sowie etwa 30 Kilometer weiter westlich eine Gruppe von weiteren Inselbergen mit dem Namen Olga Rocks. Der Uluru erhebt sich bis 348 Meter über die umgebende Wüste und 868 Meter über den Meeresspiegel. Er hat einen Umfang von 9 Kilometern und besteht aus feldspatreichem Sandstein (Arkose). Besonders eindrucksvoll wirkt er während des Sonnenuntergangs, wenn seine Farben von Rot in Purpur übergehen. Vor über 70 Millionen Jahren war der Uluru eine Insel in einem großen See. Die Olga Rocks, oder Kata Tjuta, sind eine Gruppierung von 28 massiven roten Felsformationen und bestehen aus einem Konglomerat verschiedener Gesteine. Zusammen mit dem Uluru bilden die Olga Rocks den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark. Der höchste Felsen, der Mount Olga, erreicht eine Höhe von 1 069 Metern über dem Meeresspiegel. Er wurde 1874 von dem Forscher Ernest Giles entdeckt, der ihn auf Wunsch seines Geldgebers nach Königin Olga von Württemberg benannte. Der Name Kata Tjuta stammt aus der Sprache der Aborigines und bedeutet „Ort mit vielen Köpfen”.

Sowohl Uluru als auch die Olga Rocks waren über Tausende von Jahren hinweg ein wichtiger Mittelpunkt der Kulthandlungen der Aborigines dieses Gebiets und spielen in zahlreichen Mythen eine zentrale Rolle. An den Wänden vieler Höhlen des Uluru findet man daher viele Felsmalereien der Aborigines. Der Uluru Nationalpark beherbergt annähernd 360 Pflanzenarten sowie 20 Arten einheimischer Säugetiere. Er stellt eine der bekanntesten touristischen Attraktionen Australiens dar und lockt jährlich etwa 650 000 Besucher an.