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| 4. | Geschichte |
Die natürliche Abgrenzung im Norden führte dazu, dass die Entwicklung der Region nicht zu allen Zeiten der umliegender Gebiete entsprach. Seit jeher wirkte die Algarve aufgrund ihres milden Klimas und der Fruchtbarkeit ihrer Böden anziehend. Der schon früh einsetzende rege Handel basierte vor allem auf der hohen Produktivität im Agrarsektor. Die Algarve war nacheinander von Phöniziern, Griechen, Karthagern, Westgoten und Römern besetzt und wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts von Arabern eingenommen.
Die Region markierte den westlichsten Teil des islamischen Reiches und wurde deshalb von den Mauren Al-Gharb (der Westen) genannt. Von dieser Bezeichnung leitete sich ihr späterer Name ab. Die Architektur zahlreicher Gebäude sowie ganzer Stadtviertel spiegelt den ausgeprägten maurischen Einfluss auf die Entwicklung der Algarve wider. Alfons III. eroberte die Algarve 1250/51 für Portugal und unterstellte sie der portugiesischen Krone.
Die Algarve ist bekannt für ihre Seefahrertradition, die sich aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Atlantischen Ozean sowie wegen der bedeutenden Fischfangflotten entwickelte. Die Tradition geht auch auf die im 15. Jahrhundert von Heinrich dem Seefahrer in Sagres gegründete Seefahrerschule zurück. In diesem Ort wurde der Segelschiffstyp der Karavelle entworfen, der für zahlreiche Entdeckungsfahrten diente.