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Henry Moseley (1887-1915), englischer Experimentalphysiker, der erstmals experimentell bestätigen konnte, dass Ordnungszahl und Kernladungzahl eines Elementes identisch sind und stellte dabei das nach ihm benannte Gesetz auf (s. u.).
Moseley wurde in Weymouth (Dorset) geboren. Nachdem er an der Universität Oxford Naturphilosophie (Physik) studiert hatte, ging er zu Sir Ernest Rutherford nach Manchester. Moseley beschäftigte sich anfänglich mit der Beta-Emission von Radium, wandte sich aber bald darauf der Untersuchung von Röntgenstrahlspektren zu (siehe Röntgenstrahlung). Er arbeitete daraufhin bei Sir William Henry Bragg und dessen Sohn, Sir William Lawrence Bragg. Damals hatte die Fachwelt schon seit einer geraumen Zeit nach einer Erklärung gesucht, warum die chemischen Eigenschaften der Elemente periodische Funktionen ihrer Atomgewichte sind. Mit Hilfe der Röntgenbeugung stellte Moseley 1913 eine Beziehung zwischen den Frequenzen der Röntgenemissionslinien und dem auf, was nach seiner Schlussfolgerung die Kernladung des Atoms sein musste (Moseleysches Gesetz). Er bestätigte auf diese Weise den nur wenige Monate zuvor von A. van der Broek gemachten Vorschlag, dass man aus der Kernladung auf die Position des Elementes im Periodensystem schließen kann. Von da an war es möglich, fehlende Elemente im Periodensystem aus Diskontinuitäten in der Spektralserie vorauszusagen. Die Entdeckung von Moseley war wichtig für die Entwicklung der Atom- und Quantenphysik. Er ging nach Oxford zurück, um dort seine Arbeiten fortzusetzen, fiel aber zwei Jahre später im Kampf von Sari Bair (bei den Dardanellen) während der Gallipoli-Kampagne.