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Königreich Malakka, historischer Staat in Südostasien an der Westküste der Malaiischen Halbinsel (im heutigen Malaysia). Das Reich wurde 1400 von Paramesvara, einem Prinzen aus Palembang, auf der Insel Sumatra gegründet. Malakka erblühte bald als regionales Handelszentrum Südostasiens. In dem Hafen von Malakka lagen bis zu 2 000 Boote vor Anker. Die Bevölkerung war Anfang des 16. Jahrhunderts bereits auf 100 000 Menschen angewachsen.
Das wirtschaftliche Wachstum des Königreiches ging bald mit Gebietserweiterungen einher. Etwa gegen 1425 hatte Malakka das gesamte Land zwischen Kuala Linggi und Kuala Kesang (die heutigen Grenzen des Staates Melaka) erobert. In den folgenden Jahrzehnten erweiterte Malakka seinen Einflussbereich auf die gesamte Malaiische Halbinsel und einen großen Teil der Ostküste von Sumatra. Mit der Ausdehnung der Grenzen wurde gleichzeitig der Islam verbreitet.
1511 eroberte der portugiesische Vizekönig Afonso de Albuquerque die Stadt Melaka. Die Herrscher Malakkas ließen sich daraufhin in Johor nieder.