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Merkmale |
Entwicklungsländer weisen eine Reihe von bestimmten Merkmalen auf, die in unterschiedlicher Dichte vorkommen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist ihr Volkseinkommen niedrig und die Einkommensverteilung äußerst ungleich. Einer zahlenmäßig kleinen, sehr reichen Oberschicht steht eine mitunter extrem arme Bevölkerungsmehrheit gegenüber. Eine Mittelschicht existiert dagegen kaum. Oft reicht die Nahrungsmittelproduktion nicht aus, die Versorgung für alle Einwohner sicherzustellen. Unterernährung und ein schlechter allgemeiner Gesundheitszustand sind die Folgen. Die Bevölkerung in den Entwicklungsländern wächst in der Regel überdurchschnittlich stark (mehr als 2,5 Prozent pro Jahr), wogegen Arbeitsplätze knapp sind. Die staatliche Infrastruktur ist in allen Bereichen (Verkehr, Kommunikation, Bildung und Gesundheit) mangelhaft. Wirtschaftlich dominiert die Landwirtschaft, ihre Produktionsmethoden sind aber veraltet. Für Investitionen fehlt das Geld. Die Handelsbilanzen dieser Staaten sind meist defizitär. Die aus dem Warenexport, oft Rohstoffe und landwirtschaftliche Güter, erzielten Gewinne reichen nicht aus, die Einfuhr benötigter Produkte zu finanzieren. Um ein Mindestmaß staatlicher Funktionen zu gewähren, und um das nackte Überleben ihrer Bevölkerung finanzieren zu können, sind Entwicklungsländer auf den Beistand der wohlhabenden Industriestaaten angewiesen. Dieser wird als Entwicklungshilfe in Form von finanzieller, materieller und personeller Unterstützung geleistet.
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