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Paul Fleming

Paul Fleming, auch Flemming, (1609-1640), Dichter. Er ist einer der originellsten Dichter des Barock innerhalb der deutschen Literatur.

Fleming wurde am 5. Oktober 1609 in Hartenstein (Erzgebirge) geboren. Seine große Begabung stieß bereits frühzeitig auf Förderung: Nach einer Ausbildung an der Leipziger Thomasschule konnte er an der dortigen Universität Medizin studieren. 1631 wurde Fleming zum Dichter gekrönt (siehe Dichterkrönung). Einer seiner Lehrer, Adam Olearius, ermöglichte ihm die Teilnahme an einer Reise zur Erschließung eines neuen Handelsweges über Riga, Nowgorod und Moskau in den Nahen Osten (1633-1639). Diese jedoch war nicht erfolgreich. Danach promovierte Fleming 1640 in Leiden zum Doktor der Medizin. Seine Sammlung von Liebesgedichten Rubella seu Suaviorum liber I (1631; Rubella oder das erste Buch der Küsse) steht noch ganz in der Tradition Francesco Petrarcas. Fleming selbst sah sich als Schüler von Martin Opitz, dessen Person und Verskunst er in seiner Leipziger Zeit kennen gelernt hatte. Daneben schrieb er diverse Beerdigungs-, Hochzeits-, Trink- und Gelegenheitsgedichte, aber auch geistliche und patriotische Lieder. Er starb am 2. April 1640 in Hamburg auf der Reise zu seiner Verlobten nach Reval. Erst nach seinem Tod zeigte sich die ganze Fülle seines Werkes: Die Teutschen Poemata (1646) versammeln neben zahlreichen deutschsprachigen Texten auch neulateinische Gedichte bzw. Epigramme.