Befreiungskriege
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Befreiungskriege
2. Voraussetzungen

Die 1808 beginnende nationale Erhebung Spaniens gegen die Herrschaft Napoleons I. (siehe Napoleonischer Krieg in Spanien) hatte als erste kriegerische Auseinandersetzung, bei der Napoleon nicht siegreich war, eine Signalwirkung auf die übrigen, von Napoleon beherrschten bzw. bedrohten Länder Europas. Insbesondere sah 1809 in Österreich der leitende Minister Johann Philipp Graf von Stadion den Zeitpunkt zum Widerstand gekommen. Der anschließende fünfte Koalitionskrieg endete jedoch 1809 mit einer österreichischen Niederlage in der Schlacht bei Wagram zugunsten Frankreichs, und im Frieden von Schönbrunn musste Österreich deutliche Gebietsverluste hinnehmen. Ebenfalls 1809 führten in Tirol Aufständische unter Andreas Hofer einen zunächst erfolgreichen Volkskrieg zur Befreiung ihres Landes, bis sie schließlich im November 1809 geschlagen wurden. Den letzten Anstoß aber für die Befreiungskriege bot der katastrophal verlaufene Russlandfeldzug Napoleons von 1812: Die Niederlage der über eine halbe Million Mann starken Grande Armée, deren Soldaten etwa zur Hälfte von Napoleon abhängige Staaten stellten, ermutigte in Europa die Opposition gegen die französische Herrschaft.