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| 3. | Theorien der Erziehung |
Die Theorie, die über die Darbietung von Lerninhalten Aussagen macht, ist die Didaktik. Inhalte und Darstellung von Lerninhalten sind wesentliche Forschungsgebiete der Erziehungswissenschaften. Die Bewertung und Kontrolle von Lernergebnissen ist zu einem Hauptinhalt der Erziehungspsychologie geworden. Um gesellschaftliche und historische Formen der Erziehung bemühen sich verschiedene Teilgebiete der Pädagogik und der Soziologie. Spezielle Formen der Erziehung, etwa bei körperlichen Behinderungen oder Verhaltensstörungen, sind Aufgaben der Heilpädagogik, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik.
Frühe Versuche, das Fähigkeitsniveau von Kindern systematisch zu erfassen und im Schulunterricht praktisch nutzbar zu machen, stammen von Alfred Binet, der im Auftrag des staatlichen französischen Bildungswesens erste Leistungstests entwickelte. Grundlegend für die psychologische Beschäftigung mit der Erfassung und Steuerung des Lernprozesses wurden behavioristische Ansätze der amerikanischen Psychologie, dargestellt vor allem in dem 1903 erschienenen Buch Educational Psychology (Erziehungspsychologie) von Edward Lee Thorndike. Weitere Forschungsarbeiten befassten sich mit sozialen Bedingungen und genetischen Voraussetzungen des Lernvermögens, mit Erziehungsstilen in Familie und Schule sowie mit den gesellschaftlichen Folgen und Bedingungen der Erziehung.