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Hugo Haase

Hugo Haase (1863-1919), Jurist, Politiker und Sozialistenführer (SPD/USPD). Der aus einer jüdischen Handwerkerfamilie stammende Hugo Haase wurde am 29. September 1863 im ostpreußischen Allenstein geboren. Er studierte in Königsberg Jura. Haase ließ sich zunächst an seinem Studienort und anschließend in Berlin als Anwalt nieder. 1894 wurde er Stadtverordneter in Königsberg. Von 1897 bis 1907 und von 1912 bis 1918 war er Abgeordneter der SPD im Reichstag und 1919 in der Weimarer Nationalversammlung. 1911 übernahm er den stellvertretenden Parteivorsitz, war nach dem Tod August Bebels 1913 zusammen mit Friedrich Ebert Parteivorsitzender und ab 1912 mit Philipp Scheidemann Vorsitzender der SPD-Reichstagsfraktion. Während des 1. Weltkrieges geriet Haase mit seiner strikten Ablehnung der Kriegskredite in Opposition zur Fraktionsmehrheit; 1915 gab er den Fraktions- und den Parteivorsitz ab. Ein Jahr später folgte der Ausschluss aus der Partei. Haase beteiligte sich in der Folge maßgeblich an der Gründung der USPD, deren Vorsitz er als Mitglied des rechten Parteiflügels 1917 übernahm. Ende 1918 gehörte er dem Rat der Volksbeauftragten an. Hugo Haase starb am 7. November 1919 in Berlin an den Folgen eines Attentats.