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Hunsrück

Hunsrück, südwestlicher Teil des Rheinischen Schiefergebirges, zwischen Rhein, Mosel, unterer Saar und Nahe gelegen. Das aus Hochflächen von 400 bis 500 Meter Höhe bestehende Bergland wird von einem lang gestreckten, 100 bis 300 Meter höherem Höhenzug überragt, dessen Bergrücken eigene Namen haben: Soonwald, Bingerwald, Lützelsoon, Idarwald, Schwarzwälder Hochwald (der mit dem 818 Meter hohen Erbeskopf die höchste Erhebung des Hunsrück aufweist), und schließlich der Osburger Hochwald.

Während die Hochflächen weitgehend entwaldet sind und landwirtschaftlich genutzt werden, bilden die vornehmlich mit Laubwald dicht bedeckten Bergrücken eines der größten deutschen Waldgebiete. Neben der Landwirtschaft sind die bis ins frühe Mittelalter zurückgehende Schiefergewinnung und die seit dem 16. Jahrhundert bezeugte Edelsteinschleiferei traditionelle Erwerbszweige. Hinzu kamen nach der Verkehrserschließung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts vor allem auch Holz und Metall verarbeitende Industrie sowie Textilindustrie. Die größte wirtschaftliche Bedeutung hat jedoch mittlerweile der Fremdenverkehr für das Gebiet, in dessen südwestlicher Ecke sich der 921 Quadratkilometer große Naturpark Saar-Hunsrück befindet.