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Infrastruktur, Gesamtheit der Einrichtungen, die als Grundvoraussetzung für das Funktionieren der Wirtschaft einer Gesellschaft gelten. Dazu gehören im Wesentlichen die Verkehrswege (Straße, Schiene, Wasserwege und Flughäfen), die Gas-, Wasser- und Stromversorgung sowie die Bildungs-, Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen. Träger dieser Einrichtungen waren traditionell staatliche Institutionen. Grund dafür ist einerseits der enorme Finanzierungsaufwand, andererseits das Anliegen, infrastrukturelle Leistungen allen Unternehmen zu günstigen Preisen zur Verfügung zu stellen. Hinzu kommt, dass privatwirtschaftliche Unternehmen z. B. an Universitätsabgängern interessiert sind, nicht jedoch am Betrieb der Universität selbst. Insofern hat der Staat in der Vergangenheit Kosten übernommen, die im Rahmen der Wirtschaftsförderung für notwendig gehalten wurden. In jüngerer Zeit hat sich, auch unter dem Eindruck leerer öffentlicher Kassen, die Haltung gegenüber staatlichen Infrastrukturmaßnahmen geändert. Unter dem Stichwort Privatisierung wurden ehemals staatliche Unternehmen in private Hände überführt. Ferner werden Bereiche wie Briefbeförderung und Telekommunikationsnetze, die früher als Staatsmonopol betrachtet wurden, entmonopolisiert und für eine Vielzahl privatwirtschaftlicher Anbieter geöffnet (siehe Deutsche Post AG).