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Monokulturen und Mischkulturen
1. Einleitung

Monokulturen und Mischkulturen, gleichzeitiger Anbau nur einer (Monokultur) oder mehrerer (Mischkultur) Spezies von Kulturpflanzen auf derselben Fläche.

2. Monokulturen

Monokulturen haben das Ziel, die landwirtschaftlichen Erträge zu erhöhen. Sie nutzen die Flächen immer intensiver und entziehen dem Boden einseitig Nährstoffe. Durch die kurzen Fruchtfolgen verändert sich das ökologische Gleichgewicht der Böden und die Zusammensetzung der Bodenorganismen. Die Böden sind in der Regel weniger gut durchlüftet und neigen zu Erosion; die Nutzpflanzen werden anfälliger für Krankheiten.

Für Schädlinge bieten Monokulturen Nahrungsmengen in vorher nie da gewesenem Ausmaß so dass bei großen Anbauflächen die angerichteten Schäden katastrophal sein können. Die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzten Mittel zeigen nur für kurze Zeit die erwünschte Wirkung, langfristig werden Umwelt und Organismen mit Schadstoffen belastet.

Die negativen Auswirkungen von Monokulturen werden auch an forstwirtschaftlichen Nutzflächen sichtbar, beispielsweise an Fichtenforsten. Da Fichten mit ihren flachen Wurzeln nicht so tief in den Boden eindringen, sind sie besonders anfällig für Windwurf und Schneebruch. Dies bietet Schädlingen wie dem Borkenkäfer ideale Bedingungen. Die schwer zersetzbare Streu der Fichtennadeln lässt zudem die Böden versauern.

3. Mischkulturen

Im Gegensatz zur Monokultur werden in einer Mischkultur mehrere Nutzpflanzenarten gleichzeitig angebaut. So werden Schädlinge abgewehrt und eine ausgewogene Nährstoffaufnahme aus dem Boden gesichert. Ideal ist z. B. der gemeinsame Anbau von flach wurzelnden und tief wurzelnden Kulturpflanzen; beide machen sich gegenseitig nur in geringem Maße bei Platz, Bodenwasser und Nährstoffen Konkurrenz. So werden in Mittelamerika seit zwei Jahrtausenden Mais, Bohnen und Kürbisse gemeinsam gepflanzt. Diese Arten beziehen aus verschiedenen Bodenschichten Wasser und Nährstoffe, und die Wurzeln der Bohnen fixieren Stickstoff. Im Mittelmeerraum werden mancherorts Weizen und Gerste um Olivenbäume angepflanzt.