| Monokulturen und Mischkulturen | Artikelansicht | ||||
| Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken. | |||||
| 2. | Monokulturen |
Monokulturen haben das Ziel, die landwirtschaftlichen Erträge zu erhöhen. Sie nutzen die Flächen immer intensiver und entziehen dem Boden einseitig Nährstoffe. Durch die kurzen Fruchtfolgen verändert sich das ökologische Gleichgewicht der Böden und die Zusammensetzung der Bodenorganismen. Die Böden sind in der Regel weniger gut durchlüftet und neigen zu Erosion; die Nutzpflanzen werden anfälliger für Krankheiten.
Für Schädlinge bieten Monokulturen Nahrungsmengen in vorher nie da gewesenem Ausmaß so dass bei großen Anbauflächen die angerichteten Schäden katastrophal sein können. Die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzten Mittel zeigen nur für kurze Zeit die erwünschte Wirkung, langfristig werden Umwelt und Organismen mit Schadstoffen belastet.
Die negativen Auswirkungen von Monokulturen werden auch an forstwirtschaftlichen Nutzflächen sichtbar, beispielsweise an Fichtenforsten. Da Fichten mit ihren flachen Wurzeln nicht so tief in den Boden eindringen, sind sie besonders anfällig für Windwurf und Schneebruch. Dies bietet Schädlingen wie dem Borkenkäfer ideale Bedingungen. Die schwer zersetzbare Streu der Fichtennadeln lässt zudem die Böden versauern.