| Nord-Süd-Konflikt | Artikelansicht | ||||
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| 3. | Ursprung |
Die Wurzeln des Nord-Süd-Konflikts liegen in den unterschiedlichen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungschancen der verschiedenen Weltregionen. Vereinfacht ausgedrückt, stehen einigen wenigen reichen Nationen viele arme gegenüber.
Entstanden ist der Begriff anfangs der siebziger Jahre im Zusammenhang mit dem so genannten Ölpreisschock. Zu diesem Zeitpunkt nutzten die in der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) zusammengeschlossenen Staaten erstmals ihre Monopolstellung, um einseitig den Ölpreis zu erhöhen. Die darauf folgende wirtschaftliche Rezession bewirkte zweierlei. Zum einen machte sie den westlichen Industriestaaten ihre Verwundbarkeit und Abhängigkeit von der Entwicklung in anderen, nicht industrialisierten Teilen der Welt deutlich. Zum anderen erkannten auch die nicht über Erdöl verfügenden Entwicklungsländer die Möglichkeiten einer solidarischen Interessenvertretung.
In der Folge betrieben Entwicklungs- und Industrieländer eine mitunter harte Konfrontationspolitik. Als maßgeblicher Wortführer für die Interessen des Südens trat die so genannte Gruppe der 77 auf. Hauptsächlicher Schauplatz der Auseinandersetzung waren die verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen (UN), insbesondere die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD), in der die Entwicklungsländer über die Stimmenmehrheit verfügen.