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| 2. | Vorgeschichte |
Aufgrund der schlechten Kriegslage drängte die Oberste Heeresleitung (OHL) am 29. September 1918 auf die Unterbreitung eines Waffenstillstandsangebots an die Alliierten und die Bildung einer Regierung auf parlamentarischer Basis. Der neue Reichskanzler Prinz Max von Baden erfüllte diese Forderungen. Es erfolgte eine Regierungsbildung unter der Beteiligung der Mehrheitsparteien des Reichstages, und am 4. Oktober wurde das Waffenstillstandsangebot unterbreitet. Österreich-Ungarn schloss sich zwar dem Ersuchen an, doch verhinderte dies nicht das rasche Auseinanderbrechen der Donaumonarchie.
Der amerikanische Präsident Wilson forderte am 23. Oktober die Beseitigung des Obrigkeitsstaates und indirekt die Abdankung Wilhelms II. Daraufhin erteilte General Ludendorff eigenmächtig den Befehl zur Fortführung des Kampfes mit äußerster Kraft. Seine Ersetzung durch General Groener bedeutete einen Erfolg des Reichskanzlers über die militärische Führung. Eine Verfassungsreform gelang bis zum 28. Oktober durch die Einführung der Verantwortlichkeit des Reichskanzlers und seiner Minister gegenüber dem Parlament.