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Allmähliche Auflösung des Ostblockes |
Nach zunehmenden innenpolitischen Spannungen in Polen – 1980 Gründung der Gewerkschaft Solidarność (Solidarität) – schien 1981 ein Eingreifen der Warschauer-Pakt-Staaten in Polen bevorzustehen. Der von Dezember 1981 an bis 1983 verhängte „kriegerische Zustand” ließ die Kluft zwischen Gesellschaft und Staat in Polen größer werden. Ab 1985 leitete Gorbatschow in der UdSSR angesichts politischer und wirtschaftlicher Probleme einen Reformprozess mit den Schlagworten Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) ein. Unter dem Eindruck dieser Politik wurde insbesondere in Ungarn und Polen ab 1988 ein Prozess der Verselbständigung und Demokratisierung in Gang gesetzt. 1989 öffnete Ungarn mit der Grenze zu Österreich den so genannten „Eisernen Vorhang” Bürgerrechtsbewegungen bewirkten in der Deutschen Demokratischen Republik und der Tschechoslowakei einen Kurswechsel. Der Fall der Berliner Mauer im November 1989 markierte einen weltpolitischen Umbruch. Im Rahmen des Vereinigungsprozesses der beiden deutschen Staaten schied die Deutsche Demokratische Republik 1990 aus dem Warschauer Pakt und dem RGW aus. Die Auflösung des RGW (28. Juni 1991) und des Warschauer Paktes (1. Juli 1991) kennzeichnen das Ende des Ostblockes. Die Russische Föderation besitzt im östlichen Europa großen politischen Einfluss. Gegenwärtig streben mehrere ehemalige Ostblockstaaten einen Beitritt zur Europäischen Union und zur NATO an.
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