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| 3. | Organisation |
Wichtigste Organisationseinheiten der SPD unterhalb der Bundesebene sind die 25 Landesverbände und Bezirke; darunter ist die Partei in 350 Kreis- und Unterbezirksverbände und etwa 12 500 Ortsverbände gegliedert. Oberstes Organ der Partei ist der alle zwei Jahre stattfindende Bundesparteitag, der sich aus Delegierten der Bezirke und dem Parteivorstand zusammensetzt und der den 45-köpfigen Vorstand, das Führungsgremium der Partei, wählt. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, den drei (bis 2007 fünf) stellvertretenden Vorsitzenden, dem Generalsekretär, dem Schatzmeister sowie weiteren 39 Mitgliedern und bestellt aus seinen Reihen den geschäftsführenden Vorstand, das 16-köpfige Präsidium. Zwischen den ordentlichen Parteitagen entscheidet der so genannte „kleine Parteitag”, der Parteirat, über die Richtlinien der Parteipolitik; ihm gehören insgesamt 110 Delegierte aus den Bezirken und Landesverbänden, den sozialdemokratischen Landesregierungen, den SPD-Fraktionen in Bund und Ländern und dem Europaparlament an. Die neun Arbeitsgemeinschaften der Partei – u. a. die Jungsozialist(inn)en (Jusos), die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AFA), die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), die Arbeitsgemeinschaft der Älteren (SPD 60 plus) – sind keine unabhängigen Organisationen, sondern Teile der Partei und haben zum Teil großen Einfluss innerhalb der Partei.
Ende des ersten Quartals 2005 war die Mitgliederzahl der SPD zum ersten Mal seit 50 Jahren unter 600 000 gesunken: Sie betrug nun 597 500, während 2003 noch 650 800 Mitglieder bei der SPD eingeschrieben waren; bis Ende 2007 ging die Mitgliederzahl auf gut 541 000 zurück. In den neunziger Jahren hatte die Partei noch erheblich mehr Mitglieder, aber die innerparteilich heftig umstrittene Reformpolitik von Bundeskanzler Schröder zog insbesondere seit 2000 eine breite Austrittswelle nach sich, und auch die im Herbst 2005 mit der CDU eingegangene große Koalition wirkte sich negativ auf die Mitgliederzahl aus.