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| 2. | Einordnung |
Insofern sich die Sprachwissenschaft mit sprachlichen Zeichen beschäftigt, muss sie als Teilgebiet der Semiotik gelten, welche sich mit Zeichen im Allgemeinen beschäftigt. Während die Semiotik daher bei der Untersuchung der Beziehungen von Zeichen untereinander das Teilgebiet der Syntax kennt, gilt dies analog für die Sprachwissenschaft, welche diese Beziehungen speziell bei sprachlichen Zeichen in natürlichen Sprachen betrachtet.
Dabei lässt sich die Syntax (Beziehungen von Zeichen untereinander) sowohl von der Semantik (Beziehung des Zeichens zur außersprachlichen Wirklichkeit: Bedeutung) als auch von der Pragmatik (Beziehung des Zeichens zum Sprecher/Hörer: Verwendung) abgrenzen. Oft fasst man Syntax und Morphologie verkürzend zu Grammatik zusammen, was bei genauer Betrachtung jedoch problematisch ist, da auch andere regelhafte Bereiche wie etwa die Phonologie als Lautlehre hierzu gerechnet werden müssten. Im Folgenden wird Syntax innerhalb der Sprachwissenschaft als die Lehre von der Bildung und des Aufbaus von Sätzen behandelt.