Syntax
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Syntax
3. Geschichte

Die Anfänge der Beschäftigung mit syntaktischen Fragestellungen finden sich bereits in der Antike, z. B. bei Platon und Aristoteles, wenn auch mit anderer Zielsetzung als in der heutigen Syntaxforschung. Vereinfachend kann man sagen, dass Syntax – der Begriff taucht vermutlich erstmals explizit bei Dionysios Thrax auf – zunächst eine logisch-semantische Methode bieten sollte, um die Bildung von wahren Aussagen zu gewährleisten. Später wurde sie zur Beschreibungsmethode innerhalb der Philologie, wobei bereits Phänomene wie Kongruenz und Rektion thematisiert wurden. Bis in das 20. Jahrhundert bewegte sich die Syntaxforschung in diesem Spannungsfeld von Semantik und Empirie. Erst die Begründung der modernen strukturalistischen Sprachwissenschaft führte zur Ausbildung von Syntaxtheorie als eigenständigem Bereich. Heute wird Syntaxtheorie nicht selten als der zentrale Bereich innerhalb der Linguistik gesehen, der Ausgangspunkt für jede umfassende Sprachtheorie sein muss.