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Wanderfeldbau

Wanderfeldbau (englisch shifting-field cultivation), kleinflächiges Abbrennen und anschließende landwirtschaftliche Nutzung von Wäldern. Das gewonnene Areal dient für einige Jahre als Anbaufläche. Bei Nachlassen der Fruchtbarkeit wird es wieder sich selbst und damit der Besiedlung durch Sekundärwald überlassen. Sind die Intervalle zwischen den landwirtschaftlichen Nutzungen der gleichen Fläche groß genug, so bleibt der Charakter des Waldes weitestgehend erhalten. In seiner Zusammensetzung wird er allerdings stark verändert.

In weiten Gebieten des tropischen und subtropischen Wanderfeldbaues sind die Abstände dagegen zu kurz. Es kommt zu einer starken Veränderung der Bodenschichten und deren Zusammensetzung. Häufig geht dem eine übermäßig starke selektive Nutzung von wenigen Arten voraus. Die Erschließung der Waldgebiete für die Nutzung einiger weniger gewinnbringender Baumarten zerstört nicht nur große Waldflächen, sondern begünstigt durch den Bau von Straßen und Wegen auch das Vordringen des Wanderfeldbaues. Nach der Holzausbeutung erfolgt dann die landwirtschaftliche Nutzung, wobei wenige, meist nur kurzfristig ertragbringende Pflanzenarten angebaut werden. Diese Entwicklung ist das schädlichste Ergebnis der wirtschaftlichen Ausbeutung der Tropenwälder, da sich der ursprünglich weit wertvollere Baumbestand erst nach langer Zeit wieder einstellen kann. Um die Tropenwälder ergiebig nutzen zu können, ist ein dynamischer, aber dennoch stabiler Stoffkreislauf aufrechtzuerhalten, was etwa durch den Anbau von Mischkulturen möglich wäre.