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Bürgerrechtsbewegung

Bürgerrechtsbewegung, organisierte Bestrebungen für die Verwirklichung von Menschen- und Bürgerrechten, insbesondere für die Gleichberechtigung benachteiligter Minderheiten.

Die älteste und bis in die sechziger Jahre hinein bekannteste Bürgerrechtsbewegung ist die der schwarzen Bevölkerungsminderheit in den USA (siehe Afroamerikaner). Ihre mannigfaltigen Proteste erreichten zwar die Öffentlichkeit und führten zu einigen Reformen, änderten aber nichts Grundsätzliches an der bis heute andauernden Benachteiligung der Afroamerikaner.

Erfolgreicher waren Bürgerrechtsbewegungen in den kommunistischen Staaten des Ostblocks. Die massive Verfolgung auch ihrer prominentesten Vertreter (z. B. Sacharow in der UdSSR, Havemann in der DDR) blieb letzten Endes erfolglos. Der Zusammenbruch der kommunistischen Regimes brachte einige der Bürgerrechtler in höchste staatliche Ämter. So wurden der Führer der polnischen Gewerkschaft Solidarność, Lech Wałęsa, und das Mitglied der tschechischen Charta 77, Václav Havel, zu Staatspräsidenten gewählt.

Eine ähnliche Karriere war dem knapp 20 Jahre seines Lebens inhaftierten Führer des ANC, Nelson Mandela, beschieden, der 1994 zum Staatsoberhaupt der Republik Südafrika gewählt wurde.

Die vor allem von Studenten getragene Bürgerrechtsbewegung in der Volksrepublik China fordert seit Mitte der achtziger Jahre politische Reformen. Die blutige Räumung des Platzes des Himmlischen Friedens am 4. Juni 1989 leitete eine Phase politischer Repression ein.