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Goldgläser, spätantike Technik bei römischen und provinzialrömischen Gläsern, die im 18. Jahrhundert neu belebt wurde. Bei ihnen wird hauchdünne Goldfolie auf das Glas aufgelegt, der Dekor herausradiert und anschließend mit einer farbigen Glasschicht überzogen. Fondi d’oro-Dekore nennt man die in Blattgold radierten Bilder oder geschnittenen Inschriften zwischen zwei an den Rändern zusammengeschmolzenen Glasscheiben, die als Erkennungszeichen von Gräbern in jüdischen und christlichen Katakomben der Spätantike gefunden wurden. Sie zeigen Symbole und figürliche Darstellungen aus den Bereichen des Kults sowie Portraits Verstorbener, und sie bilden den Boden von Gefäßen, meist flachen Schalen. Goldemailgläser, bei denen die Fondi d’oro zusätzlich mit Emailfarben verziert sind, sind wohl in Köln im 4. Jahrhundert entstanden. Die Einfügung von Scherenschnitten aus Blattgold mit gravierter Binnenzeichnung zwischen die Innen- und Außenwandung eines Bechers nennt man Zwischengoldtechnik; sie wurde in Wiederbelebung des antiken Goldglases um die Mitte des 18. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum, verbreitet in Böhmen, eingeführt. Häufig sind Jagdmotive; als Vorlagen dienten in der Regel Kupferstiche.