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Jünger Jesu, Schüler, Anhänger und enge Freunde Jesu, die bereits zu seinen Lebzeiten mit ihm verbunden waren. Es lassen sich ein weiterer und ein engerer Kreis von Jüngern unterscheiden; der engere Kreis umfasst in Anlehnung an die Zahl der Stämme Israels zwölf Personen (die „Zwölf”). Das Neue Testament nennt in mehreren Listen die Namen der folgenden Jünger Jesu: Simon Petrus, Johannes und Jakobus (die Söhne des Zebedäus), Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas und Jakobus (Sohn des Alphäus), Thaddäus, Simon Kananäus (auch der Zelot bzw. der Eiferer genannt) und Judas Iskariot. Dabei kommt Petrus bereits zu Lebzeiten Jesu eine Vorrangstellung zu: Er erkennt und bekennt Jesus vor allen anderen als Christus (N. T., Markus 8, 27-29). Aber Petrus versagt nach der Gefangennahme Jesu, indem er seinen Herrn verleugnet. Eine herausgehobene Stellung hat nach dem Johannesevangelium auch der „Lieblingsjünger” Jesu inne, über dessen Identität es viele Spekulationen gibt. Judas gilt als der Jünger, der Jesus für dreißig Silberlinge verriet. Matthäus erzählt, Judas habe Selbstmord begangen (N. T., Matthäus 27, 5). Nach dem Tod und der Auferweckung Jesu werden die Zwölf meist als Apostel bezeichnet, Petrus wird einer der drei Anführer („Säulen”) der Urgemeinde.