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Mark

Mark, aus dem Mittelhochdeutschen stammender Begriff, der ursprünglich einen mit amtlicher Marke versehenen Silber- oder Goldbarren meinte und in der Folge zur Bezeichnung von Gewichtseinheiten im Geldwesen und von Münzen diente.

Seit dem 9. Jahrhundert ist die Mark für Skandinavien, seit dem 11. Jahrhundert auch für Deutschland als Münzgrundgewicht bezeugt; dort entsprach eine Mark acht Unzen, d. h. 16 Lot oder 64 Quentchen. Im 15. Jahrhundert verdrängte die kölnische Mark (233,856 Gramm) die anderen deutschen Markgewichte; die erste deutsche Reichsmünzordnung von 1524 erhob sie zum Grundgewicht im Heiligen Römischen Reich. Von Lübeck ausgehend, fand die Mark seit dem 16. Jahrhundert auch als Münzbezeichnung Verwendung. Die Münzgesetze von 1871 und 1873 führten sie im Deutschen Reich als Währungsnominal ein, das in 100 Pfennige eingeteilt war und 0,3544 Gramm Feingold enthielt. Die Inflation von 1923 hatte die Einführung der Rentenmark zur Folge. Aufgrund des Münzgesetzes vom 30. August 1924 wurde die Mark durch die Reichsmark (RM) ersetzt. An ihre Stelle trat laut Währungsreform vom 20. Juni 1948 die Deutsche Mark (DM) als neue Währungseinheit, während in Ostdeutschland der Befehlshaber der sowjetischen Besatzungstruppen, Marschall Wassilij Sokolowski, mit seinem Befehl 111 die Ostwährung einführte, aus der dann die Mark der DDR wurde. Mit der Währungsreform vom 1. Juli 1990 hielt dann die DM auch in Ostdeutschland Einzug.

Im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wurde die DM durch den Euro ersetzt, der seit dem 1. Januar 2002 das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel in Deutschland ist.