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Prinz Max von Baden

Prinz Max von Baden, eigentlich Maximilian Alexander Friedrich Wilhelm, (1867-1929), letzter Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs (1918). Max von Baden wurde am 10. Juli 1867 in Baden-Baden geboren. 1907 wurde der Jurist und Offizier Max, da der Großherzog kinderlos war, badischer Thronfolger. 1911 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus; während des 1. Weltkrieges kümmerte er sich vor allem um die Betreuung der Kriegsgefangenen und befürwortete einen Verständigungsfrieden. Nach dem Rücktritt von Georg Graf von Hertling als Reichskanzler am 30. September 1918 berief Kaiser Wilhelm II. auf Druck der Obersten Heeresleitung am 3. Oktober 1918 Max von Baden zum Reichskanzler. Mit dem Auftrag, einen Waffenstillstand herbeizuführen und die Reichsverfassung zu demokratisieren, bildete Max von Baden mit SPD, Zentrum und Fortschrittlicher Volkspartei ein Mehrparteienkabinett. Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt übermittelte er auf der Grundlage der Vierzehn Punkte ein Friedens- und Waffenstillstandsangebot an den US-Präsidenten Woodrow Wilson, stellte den U-Boot-Krieg ein und entließ General Erich Ludendorff. Im Zuge der Novemberrevolution erklärte Max von Baden am 9. November 1918 eigenmächtig die Abdankung Wilhelms II. und übergab die Geschäfte des Reichskanzlers an den SPD-Vorsitzenden Friedrich Ebert. Max von Baden starb am 6. November 1929 in Salem.