Suchansicht Pallava-Dynastie

Wenn Sie nach einem bestimmten Wort, Namen bzw. Thema in diesem Artikel suchen möchten, wählen Sie in Ihrem Browser die entsprechende Option für Suche innerhalb der Seite. Im Internet Explorer finden Sie diese Option im Menü Bearbeiten.

Bei der Suche wird genau das Wort bzw. die Phrase berücksichtigt, das (die) Sie eingegeben haben. Sollte die Suche keine Ergebnisse zeitigen, versuchen Sie, nach einem Schlüsselwort in Ihrem Thema zu suchen bzw. die Schreibung des betreffenden Wortes oder Namens zu überprüfen.

Pallava-Dynastie

Pallava-Dynastie, indische Königsdynastie, die vom 5. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr. eine Vormachtstellung in Südindien einnahm.

Die Pallava, die seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. an der Ostküste Südindiens lebten, vergrößerten in der Mitte des 5. Jahrhunderts ihr Königreich im Gebiet des heutigen Bundesstaats Tamil Nadu und machten Kanchipuram zu ihrer Hauptstadt. Traditionell wurden in Südindien dravidische Sprachen, vor allem das Tamil, das bis heute in der Region vorherrscht, gesprochen. Die Pallava-Dynastie hingegen förderte die Verbreitung der Schriftsprache Sanskrit, die in Wissenschaften, Künsten und offiziellen Texten benutzt wurde. Das Zentrum dieser Gelehrsamkeit war die Universität von Kanchipuram, von wo aus sich der Einfluss der Sanskritkultur auf den gesamten Süden Indiens ausbreitete. Die Pallava-Dynastie erlebte ihre Blütezeit im 7. Jahrhundert, als König Narasimhavarman I. (ca. 625 bis 645 n. Chr.) die große hinduistische Tempelanlage Mahabalipuram errichten ließ, die zu den bedeutendsten Zeugnissen der indischen Kunst gehört. Das 7. Jahrhundert war zudem geprägt von ständigen militärischen Auseinandersetzungen mit der zentralindischen Calukya-Dynastie. Doch erst die Expansion der südindischen Cola-Dynastie bereitete der Pallava-Dynastie ein Ende. Um 880 n. Chr. übernahmen die Cola die Macht über das Pallava-Reich, ohne allerdings große Zerstörungen anzurichten. Vielmehr integrierten sie die künstlerische und religiöse Praxis ihrer Vorgänger weitgehend in die eigene Kultur.