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Chakra (Sanskrit: Rad), aus dem Hinduismus und dem tantrischen Buddhismus stammende Bezeichnung für Energiezentren im menschlichen Körper, an denen die psychischen, geistigen, physischen und kosmischen Kräfte miteinander verschmelzen.
Von den über 80 000 angenommenen Chakren des menschlichen Körpers haben (je nach Schule) sechs oder sieben herausragende Bedeutung. Diese Haupt-Chakren finden sich im Bereich der Wirbelsäule entlang des so genannten sushumna (Mittelkanals) sowie auf der Scheiteloberfläche. Am wichtigsten sind das unterste, am Steißbein befindliche Wurzelchakra muladhara sowie das oberste Scheitelchakra sahasrara. Im muladhara ruht die göttliche „Schlangenkraft” kundalini, die zur Erlangung von Selbsterleuchtung dient.
Mit Hilfe von Yogi-Techniken, etwa Meditation, kann sie geweckt und über den Hauptenergiekanal sushumna bis zum sahasrara „hinaufgezogen” werden. Dabei werden alle Chakren, die von dieser Kraft berührt werden, aktiviert und blühen der Vorstellung zufolge wie eine Lotosblume auf. Gemäß einer gängigen Zuordnung befinden sich die weiteren Hauptchakren an folgenden Stellen: svadhistana in der Kreuzbeinregion, manipura auf Höhe des Nabels, anahata (Herzchakra) auf Herzhöhe, vishudda (Kehlchakra) auf Kehlkopfhöhe sowie ajna (Stirnchakra) auf der Stirn zwischen den Augenbrauen. Letzteres wird oft mit dem dritten Auge gleichgesetzt.