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Tümpel

Tümpel, periodisch austrocknende Kleingewässer mit Wassertiefen von meist nur wenigen Dezimetern. Tümpel führen häufig nur für wenige Wochen oder Monate im Jahr Wasser; während der restlichen Zeit fallen sie trocken.

Tümpel können sich auf unterschiedliche Arten bilden. Oft entstehen sie in kleinen Vertiefungen, in denen Grundwasser austritt und sich sammelt. Im Frühjahr, zur Zeit der Schneeschmelze, werden solche Mulden von Schmelzwasser gefüllt, während im Sommer längere Regenfälle den Tümpel mit Wasser versorgen können.

Der Sauerstoffgehalt dieser Gewässer ist relativ hoch, da ihre Oberfläche im Verhältnis zur niedrigen Wassertiefe groß ist und dadurch reger Gasaustausch und Durchmischung stattfinden können. Die Wassertemperatur unterliegt starken Schwankungen, wobei durch die geringe Tiefe Temperaturschichtungen innerhalb des Gewässers keine Rolle spielen. Wasserpflanzen gedeihen wegen dieser starken Temperaturschwankungen kaum in Tümpeln.

Einige kurzlebige Tierarten finden trotz der extremen Bedingungen einen geeigneten Lebensraum. Zu diesen gehören vor allem Arten, die eine kurze Entwicklungszeit und eine schnelle Generationenfolge haben. Auch ungeschlechtliche Vermehrung (Parthenogenese) spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Oft dienen Dauerstadien (z. B. die Dauereier der Wasserflöhe) oder das Eingraben in Schlamm dem Überleben in Trockenzeiten. Typische Bewohner von Tümpeln sind u. a. Wimpertierchen, Rädertiere, Faden- und Strudelwürmer sowie verschiedene Arten von niederen Krebsen wie Muschelkrebse oder Wasserflöhe.

Viele solcher Kleingewässer wie die Tümpel werden heute durch Verfüllen, Entwässern oder Absenken des Grundwasserspiegels zerstört, um die entstehende Fläche dadurch z. B für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.